Die drei Kostenmodelle im Vergleich
In der Praxis gibt es drei Wege, einen Verkaufsautomaten an Ihren Standort zu bringen. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in der Verantwortung für Befüllung, Wartung und Sortimentsgestaltung. Welches Modell für Sie passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Aufwand Sie selbst übernehmen wollen.
| Modell | Einmalkosten | Laufende Kosten | Wann sinnvoll |
|---|---|---|---|
| Aufstellungs-Modell | Kein eigener Anschaffungsaufwand für den Standort-Kunden | Keine. Der Aufsteller übernimmt Service und Befüllung. | Mitarbeiter- und Gästeverpflegung. Schnelle Lösung ohne Investitionsbedarf. |
| Leasing | Geringe Anzahlung, danach monatliche Rate | Leasingrate plus eigene Befüllung und Wartung (oder Service-Vertrag) | Eigentum am Ende gewünscht. Liquidität schonen. Steuer-Optimierung. |
| Kauf | Mittlerer bis hoher vierstelliger Betrag, je nach Modell | Volle Verantwortung: Befüllung, Wartung, Reparatur, Hygiene | Langfristig planbare Standorte. Eigenes Service-Konzept. Direktvermarktung. |
Welche Faktoren den Preis beeinflussen
Beim Kauf wirken vor allem fünf Faktoren auf den Preis ein.
- Modellklasse. Kompakt (Sielaff FK 185) oder Großkapazität (FK 320), oder Premium-Kaffeevollautomat mit Touch-Display (SiLine HG TS27).
- Ausstattung. Integrierte Kühlung, Cup-System, Münzgeber, Restgeld-Rückgabe, Anzahl der Sortimentsspiralen.
- Zahlsystem. Bargeld bleibt günstig. EC, Kreditkarte und NFC mit Apple Pay schlagen mit dreistelligem Aufpreis pro Lesegerät zu Buche.
- Standort-Logistik. Anlieferung in den dritten Stock ohne Aufzug oder eine Außenmontage treiben die Aufstellungskosten hoch.
- Vandalismus-Schutz. Edelstahl-Front, gehärtetes Glas und Sicherheits- schlösser für stark frequentierte oder unbeaufsichtigte Standorte addieren spürbar.
Versteckte Kosten, die oft vergessen werden
Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Wer einen Automaten selbst betreibt, hat reale Kosten in fünf Bereichen, die in der Anbahnung oft übersehen werden.
- Befüllung. Einkauf, Sortimentsplanung, Aufbau im Automaten. Eine Befüllung dauert je nach Größe 30 bis 60 Minuten. Je nach Frequentierung erfolgt sie wöchentlich bis monatlich.
- Wartung und Reinigung. Lebensmittel-Hygiene-Vorgaben verlangen regelmäßige Reinigung und dokumentierte Wartung. Im Eigenbetrieb intern, sonst über einen Service-Vertrag.
- Reparaturen. Ersatzteile sind bei Sielaff im Original-Ersatzteil-Programm verfügbar. Münzwechsler, Türschloss und Kühlaggregat sind die häufigsten Ausfälle.
- Strom. Kühlautomaten verbrauchen 1 bis 3 kWh pro Tag, Kaffeevollautomaten je nach Standby-Verhalten ähnlich. Bei aktuellen Strompreisen entstehen pro Jahr drei- bis vierstellige Beträge.
- Zahlsystem-Gebühren. Bei EC- und Kartenzahlung fallen Disagio und Transaktionsprovision an. Bei niedrigen Stückpreisen (Schokoriegel) fressen sie schnell die Marge.
Wann sich das Aufstellungs-Modell rechnet
Bei Allgäu Automaten ist das Aufstellungs-Modell der Standard. Für den Standort fällt weder bei der Aufstellung noch im laufenden Betrieb ein eigener Aufwand an. Wir kümmern uns um Befüllung, Wartung und Reparatur. Das rechnet sich immer dann für Sie, wenn am Standort genug Frequenz herrscht und Sie keine eigene Vending-Operation aufbauen wollen.
Typische Standorte mit diesem Modell sind Betriebsverpflegung in Industrie und Büros, Gästeversorgung in Hotels, Tankstellen-Zusatzumsatz und Pausenverpflegung in Schulen. In der Direktvermarktung mit eigenen Produkten ist dagegen meist Kauf oder Leasing der bessere Weg, weil Sie die volle Marge behalten möchten.
Welches Modell zu Ihnen passt, klären wir am besten in einer kurzen Standortanalyse. Kontaktieren Sie uns. Wir beraten unverbindlich.

